So lange habe ich mich gegen social media gewehrt – jetzt weiss ich auch warum: es ist Zeit fressendes Monster!
Vorbei ist die Epoche der feinen Artikel, Kolumnen, der liebevollen Geschichten, die ich in meinem Leben gesehen, gefühlt und erfahren habe. Im Lieblingssessel versunken flossen mir die Buchstaben aus der Feder.
Alles Schnee von gestern! Apropos Schnee: Was für ein Hochgenuss war dieser Winter, der mit dicken Flocken die Welt in Stille versetzte und in Glitzer!!! Das Hundchen und ich haben den so anderen „look“ unseres Moores sehr geliebt!
Hunde sind mit Schnee besonders fröhlich, das beobachte ich seit Jahren.
Zurück zu Insta.
Wenn ich meine „Glückskindkampagne“ flächendeckend aussenden möchte – und dafür mache ich es ja – dann ist social media unumgänglich, sagt meine Beraterin.
Ihr Wort ist Gesetz, sie ist schon lange im Geschäft, tut sich selbst auch immer wieder schwer mit der rasanten Entwicklung. Dieses Tempo, heute gesendet, morgen vergessen! Das mache ich auf gar keinen Fall, habe ich mir überlegt, ich poste mit Sinn, mit Stil und Tiefgang.
Meine professionelle Influencerin hat es auch erst einmal mitgemacht solange die Zahlen stiegen. Sie hat mit Musik und Kurzmessages ergänzt und mich überredet Trends mitzumachen. Genau da fängt meine grosse Lektion an – bei Trends passiert eigentlich gar nichts ausser einem netten Bildchen, einem kleinen Reel und EIN dummer Spruch für alle!
Und BÄMMMM, man sehe und staune, da steigen die Zahlen im Flug und über Nacht – ich gehe viral😂
Unfassbar für altmodische, konservative Menschen wie mich. OK. Ich mache das alles mit und bin auch ein bisschen infiziert mit lustigen Reels, die meinen Altagsernst etwas auflockern. Zwischen diesen Posts mit Quatsch und Leichtigkeit serviere ich Erfahrungen mit Tiefgang und Design… auch das kommt an, nicht bei allen, aber bei den richtigen.
“Like mich am Arsch“ stand unlängst auf einer Postkarte.
Ich habe sie noch nicht gekauft. Mal sehen, ob sich Tiefe mit Oberfläche dauerhaft kombinieren lassen…

