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Ist Ihre Vorstellung vom Tod bunt oder schwarz?

Schon im 3. Jahr habe ich die Ehre in der Kirche der Stille/Altona im Rahmen der Hospizwoche einen Beitrag zu leisten. Ein Geschenk. Dieser Ort allein hat so viel Zauber in seiner Einfachheit. Der Besucher geht in Socken auf Parkett, es gibt ein Steingutherz aus dem ehemaligen Altar als Skulptur gestaltet, ein Holzkreuz aus Strandgut, sonst nix. Ein purer Raum, so wohltuend. Ich stelle immer wieder mein Buch SCHWARZ vor, das jedes Jahr neue Aktualität erhält. Das Thema Tod ist weiterhin tabu, zumindest in wichtigen Institutionen wie Krankenhäusern, aber auch in der Gesellschaft. Der Weg zur Offenheit des Palliativdienstes oder zum Hospiz ist weit. So bin ich unermüdlich dran zu schildern dass der Tod auch Größe haben kann, gewusst wie! In diesem Jahr habe ich mich über meine Freundin Sybille Brodersen gefreut, die den Abend mit der Orgel begleitet hat. Wir sind ein eingespieltes Team zu tiefgreifenden Aussagen die richtigen Töne zu finden, um den Zuhörer damit noch tiefer zu berühren. Auch Jason Engelbart, mein Künstlerfreund und Gestalter unserer 3 Bücher war an diesem Abend …

Ich bin ein pinch-hitter!

Kennen Sie den Begriff des pinch – hitters? Ich bis vor kurzem nicht, es hörte sich für mich an wie „pennschieter“, was aber bitte nicht zu verwechseln ist. Also, der pinch-hitter ist der Einspringer, eigentlich im Baseball, aber in meinem Fall in der Luftfahrt. Man soll übernehmen können, wenn der Pilot auf dem Steuerrad abnickt und damit höchstenfalls ein Geradeausflug mit Autopilot möglich ist bis zum Spritende – wie gerade vor kurzem passiert. So lernt man also in diesem Kursus wie im Falle des emergency der Pilot mit seinem Stuhl nach hinten versetzt wird, damit es freie Sicht auf das Cockpit gibt – für sein Wohl kann man dann ja gerade nichts machen… Von Mund – zu – Mund – Beatmung in 5000 Fuß Höhe wird eher abgeraten! Also, ganz einfach, wird der rote Knopf gedrückt, mit dem man dann absoluten Vorrang im Flugverkehr hat. Das klingt gut, leider darf man es nicht ausprobieren, ob es auch wirklich funktioniert. Dann kommt die eigentliche Aufgabe – locker bleiben – Kennung für den nächst gelegenen Flugplatz eingeben, …

Eine besondere Buchrezension

Lieber Eckhard, so gern erinnere ich mich an Caras Taufe, die Du vor 3 Jahren in einem traumhaften Ambiente so zauberhaft gestaltet hast. Wir fühlten uns verbunden in der Fürsorge für dieses kleine Menschenkind, deren Geburt ich miterleben durfte. Ich habe mich schon damals darüber gefreut dass Du als Arzt auch Philosoph bist und ein Ehrendoktor der Theologie. Was für eine besondere Mischung. An einem Abend dieser großen Taufzeremonie haben wir eine „Schlacht geschlagen“, wie ich es immer nenne. Über Geburt und Tod, über das Krankenhaussystem, Sensibilität, Ethik, merkwürdige Wege in der Medizin, persönliche Schicksale und wie man mit all den Erkenntnissen hinter den Kulissen klar kommt. So wundert es mich nicht, dass Du genau dieses Buch schreibst – mit einer Freundin, als Gespräch, aus dem tiefsten Inneren. Chapeau! Ich habe es gerade in meiner „Pause vom Leben“ auf einem Hausboot gelesen. Ihr beiden, die so in der Öffentlichkeit steht, berichtet derart offen UND ehrlich UND emotional UND liebevoll wie ich es noch nie zuvor in diesem großen Thema gelesen habe. Ihr schöpft aus Euren …

Ochsenweg

Man muss ja nicht immer den Jacobsweg in Spanien gehen, es gibt auch einen in Nordeutschland. Darüberhinaus gibt es noch den Mönchsweg (mit 100 Kirchen) und den historischen Ochsenweg von Flensburg nach Wedel. Meine liebe Wegbegleiterin und ich haben uns mitten durch diese Möglichkeiten geschlängelt, mit dem Rad, offen für neue Erkenntnisse! Gut, dass es auch Navigation für diese abenteuerlichen Strecken gibt, sonst wären wir bestimmt auf irgendwelchen Schotterpisten verzweifelt…. Es ist ein gutes Lebensmotto wenn man einen Weg anders einschlägt als geplant, dass die Navigation sofort die neue Route berechnet… so flexibel müsste man immer und in allen Bereichen sein, dann wäre Vieles sehr viel leichter!! Die Gedanken fließen so schön vor sich hin auf dem Rad, zumindest wenn man durch wundervolle Natur fährt und dann noch bei bestem Wetter. Was machen die Stadtkinder ohne diese Eindrücke? Welche Wahrnehmung haben Sie vom Leben? Kennen Sie Bäume und Sträucher mit Namen? Können Sie Natur genießen? Dann kamen mir Überlegungen an die 1000 Vorgaben der Gesellschaft um auch ja kompatibel zu sein: Hosen mit Löchern tragen, …

Parkfunkeln 2022

Diesem Event fiebere ich regelrecht entgegen! Es ist eins meiner Jahreshighlights! Und dann ist es endlich so weit! Harfe eingeladen, Patenkind noch mit dazu und ab geht’s. Katharina hat in diesem Jahr wieder einen so zauberhaften Platz mitten in der Heide. Wer noch nicht wusste wie sich Indian Summer anfühlt, der kann es dort erleben! Ein lauer Sommerabend mit Nebelschwaden und ganz besonderer Atmosphäre. Der Park leuchtet, funkelt, strahlt, glitzert, erklingt und beseelt. Immer wieder aufs Neue lässt er alle guten Geister der Nacht erweckt sein. Man kann wahrhaftig Feen und Elfen tanzen sehen und sich vor einem Engel auf Stelzen verneigen. Er hat zur Harfenmusik getanzt!! Mehr geht nicht, wenn man gern seine Sinne schwelgen lässt….. Ein Schaukelstuhl hoch oben im Baum läd wirklich zum schaukeln ein, viele bunte Flaschen auf einem sehr langen Tisch, alle leuchten in der Nacht. „Sieht so aus wie nach meiner letzten Party“ sagt mein Nachbar George zu mir. Nana, so schlimm war es doch nun wieder auch nicht…. Ich habe mir vorsichtshalber gleich mal 5 Abende gebucht, jeder …

Raus aus dem Zirkus

Manchmal erscheint mir das Leben wie ein Zirkus! Man selbst balanciert sich durch einen schwierigen Drahtseilakt, ist mal trauriger Clown oder auch der Dompteur, der das Spiel dieser komischen Zeit dirigiert…. Da braucht es eine Grenzsprengung, eine schrille Erfahrung, etwas ganz anderes – einen Adlerblick von oben um sich neu zu sortieren. „Investieren Sie in sich“, sagt Maye Musk in ihrem Buch EINE FRAU, EIN PLAN. Ist doch ganz einfach, höre ich mich sagen, ich buche mir eine Flugstunde! Gesagt, getan. Auf dem Weg dorthin treffe ich meine Tierärztin und erzähle ihr von meinem Vorhaben. Sie guckte etwas schräg und meinte dann :…“und das in deinem Alter“…..😳 Abenteuer haben ja bekanntlich kein Alter, aber zugegeben, ich fand mich auch schon mutig! Schön eingedieselt, falls das Deo versagt traf ich dann meinen ach so sympathischen Lehrer und legte gleich los. Du liebe Güte, was alles gecheckt werden muss, bevor man das Flugzeug überhaupt besteigt, unglaublich! Kaum angeschnallt, qualmt mir schon der Kopf ob der vielen Instrumente….doch deutlich anders als die erste Fahrstunde!!!Alle Sinne werden beansprucht, dazu …

Bustan

Es ist mir eine Ehre jetzt schon im 2. Jahr Vorträge im BUSTAN im Stadtpark Norderstedt halten zu dürfen. Ich habe ihn richtig liebgewonnen, diesen heiligen Ort! Er ist an sich schon sehr schön. Mit unserer Räucherung für Offenheit und Gemeinschaft (Bedeutung des Davidsterns im BUSTAN) wecken wir die Lebensgeister und sind wirklich mit allen Sinnen bereichert. Der Abend über die Olive hat besonders viele Besucher motiviert diese Frucht neu und anders in ihr Leben zu integrieren. Eine Dame hat sogar dem Gatten einen Olivenbaum zu Geburtstag geschenkt, als Symbol des Friedens…. wie schön ist das denn?? Der letzte Abend handelte vom Weizen, der wichtigste der 7 Arten. Ich habe mich stundenlang in die Materie eingelesen, die ich gänzlich unterschätzt habe! Es ist nicht nur ein Weltnahrungsmittel (660 Millionen Tonnen), sondern auch noch ein Alleskönner mit nachhaltigem Aspekt! Weizen gedeiht nahezu überall, ist 100 % verwertbar, bietet Nahrung, Futtermittel, Kosmetik, Pharmazie, Baustoff und Klebemittel. Es laufen Studien für Krebstherapie von Weizengras und es sind Mehrwertprodukte wie Chunks und Flakes entstanden. Der bittere Beigeschmack dieses Wundermittels …

We meet again

Ilse, liebe Ilse, da stand ich nun vor Deiner Tür, die sich nie wieder öffnen wird. Wie oft bin ich Deine Treppe hoch in Dein Reich gestiegen, in dem Du viele Jahrzehnte gelebt und gearbeitet hast. Einiges sah tatsächlich auch noch aus wie früher: Die Standuhr, der „Weltempfänger“, das Goldrandporzellan…. So ein Zuhause hat etwas Verlässliches, Stabiles und hält doch die Kombination mit modernen digitalen Geräten aus! Was für ein „Zufall“ dass Du fast auf den Tag genauso alt warst wie meine Mutter – mit der auch wirklich Ähnlichkeiten bestehen. So hat auch Sie eine spirituelle Gabe gehabt, ist schneller/weiter/höher gekommen als viele andere, hat sich fortlaufend zurückgestellt im Dienste der Menschheit. Aber Du bist wirklich einzigartig, in dem, was Du geschafft und geschaffen hast… soooo lange und beständig! Immer klar, direkt, großzügig und zugewandt. Die eiserne Härte des erfolgreichen Lebens, indem es viel auszuhalten gab, wich einer gefühlvollen Anteilnahme und liebevollen Ansprache. Ich weiß noch wie wir uns im Lockdown zu Männe ins Krankenhaus geschlichen haben – das war eigentlich strengstens verboten! Ihr hattet …

Sommersonnenwende

Früher verbrachte ich den Midsommer mit meinem damaligen Mann in Schweden, das waren Parties!! Die ganze Nacht durch wurde getanzt, gefeiert und getrunken – ganz ohne Dunkelheit. Ein Wunder dass das immer alle überlebt haben. In Schweden ist Alkohol sehr teuer, so wurden besondere Gelegenheiten genutzt, um mal richtig Gas zu geben…. Heute begehe ich diesen besonderen Tag ganz anders. Gut so. Ich bin durch meinen Garten geschritten und habe Kräuterbündel gemacht mit Salbei, Lavendel, Aconitum und Belladonna. Wenn Sie richtig getrocknet sind, kann man sie zum räuchern in der Feuerschale verwenden. Abends haben Ayala Nagel und ich eine Friedensveranstaltung im BUSTAN im Norderstedter Stadtpark gegeben. Wir haben zunächst einmal mit Salbei in kleinen Schälchen geräuchert. Zur Sommersonnenwende betont man das Licht im Inneren, den Erfolg, das Gute, glückliche Momente, oder das eigene Potenzial. Es ist so wichtig auch mal die Fülle in Weite zu bringen, dazu ist der BUSTAN genau richtig – I Love it! Frieden können wir in unserem Inneren bewegen, wofür wir auch die Verantwortung tragen. Was fehlt zum eigenen Frieden? Umgebe …

Hausboot

Waren Sie schon einmal auf einem Hausboot? Uns kam die Idee im letzten September, als wir den ewigen lock-down dazu nutzten in Schleswig eine Radtour um die Schlei zu unternehmen. Schon das war ein wunderbares Erlebnis, es ist stets eine neue Erkenntnis wie zauberhaft Schleswig-Holstein ist. Wir haben Sie liegen sehen – diese interessanten Hausboote – so mitten drin und doch für sich. Ob Sie es glauben, oder nicht, die erst mögliche Buchung war 7 Monate später möglich!! So verbrachten wir jetzt gerade 5 Tage auf dem Wasser, ein Traum! Unser Hausboot war so wunderschön ausstaffiert, gemütlich, liebevoll, fein und durchdacht. Das permanente Schaukeln hat ja etwas vom Mutterleib, die kleinen Kojen was von einer Höhle!! Da kommt jeder raus aus dem Kopf!! ….und schwankt so vor sich hin… Der Blick auf das Schloss war stündlich anders, die Weiter vom rooftop wirklich befreiend. Da komme ich zur Ruhe, die Gedanken fließen, der Körper entspannt. Wir haben sofort wieder gebucht und freuen uns jetzt schon!